Solche Bücklinge gegenüber den Rohstoffhändlern, die leistungsfreie Milliardenprofite einfahren, kommen jedoch nicht überall gut an. Die Genfer Nationalrätin Delphine Klopfenstein Broggini von den Grünen fordert in einer Motion jetzt eine befristete Steuer für die Rohstoffbranche. Sie sagt: «Auf der einen Seite stehen Unternehmen, die aus einer dramatischen Situation Profit schlagen; auf der anderen Seite die privaten Haushalte, welche die volle Härte der steigenden Lebenshaltungskosten zu spüren bekommen.» Vorstösse für eine solche Übergewinnsteuer gab es bereits 2022. Aber die bürgerliche Mehrheit im Parlament wollte nichts davon wissen. Für Robert Bachmann, Rohstoffspezialist der NGO Public Eye, geht das Problem aber noch deutlich tiefer. Er sagt: «Es geht nicht nur um die Übergewinne. Die Frage der Besteuerung von Unternehmen muss auf Uno-Ebene neu geregelt werden. Es darf gar keine weiteren Steuergeschenke an die Rohstoffunternehmen geben.»